DIPLOMARBEIT

Wirtschaftlichkeitsprüfung zweier Hauptbremssysteme über den gesamten Fahrzeuglebenszyklus

Die Schweizerische Bundesbahn befördert täglich über eine Million Fahrgäste. Die Mehrheit der Fahrgäste benutzen täglich den Regionalverkehr. Um diese logistische Meisterleistung zu vollbringen, werden höchste Ansprüche an das Rollmaterial gestellt. Dazu setzt die SBB leistungsstarke Triebzüge ein, die ein starkes beschleunigen und abbremsen ermöglichen. Die heutigen im Einsatz befindlichen Triebzüge sind mit einem pneumatischen Bremssystem ausgerüstet, welches sehr hohe Betriebs- und Energiekosten verursacht.

Der herrschende Preisdruck und der Drang nach günstigeren Fahrkarten, sowie der Konkurrenzkampf unter den Mobilitätsdienstleistern zwingt die SBB zur stetigen Optimierung ihrer Prozesse und Fahrzeuge um Kosten zu senken und effizienter zu werden.

Seit dem 1. Januar 2015 wird die Art des Bremssystems für Triebzüge in der europäischen Verordnung für Eisenbahnverkehrsunternehmen «TSI» nicht mehr vorgeschrieben. Die Anpassung der Verordnung ermöglicht es neue innovativere Bremssysteme im Schienenverkehr einzusetzen.

Da es nur wenige Hersteller für Schienenfahrzeuge und Komponenten gibt, führt dies in gewissen Bereichen zu monopolistischen Gebilden. Gerade bei Bremskomponenten ist das Gebilde stark erkennbar. Solche Zustände führen dazu, dass Lieferanten die Preise für Bauteile so ansetzen können, welche in keinem Verhältnis zum Wert der Ware stehen (Anbietermacht). Dieses Potential hat die SBB erkannt und prüft ob es Möglichkeiten gibt bei Bremssystemen zukünftig in eine eigene Forschung und Entwicklung zu investieren.

 

 

  Datum   01.10.2019
Studiengang Dipl. Techniker/-in HF Unternehmensprozesse
Fachbereich Betriebstechnik
Typ Diplomarbeit HF
Student Michael Glanzmann
Examinator Christoph Huber
Partner -