EINE NEUE STRASSE MITTEN DURCH NATURSCHUTZGEBIET

DIPLOMANDIN DER IBZ ERSCHLIESST WOHNQUARTIER VIA NATURSCHUTZGEBIET

Noch existiert lediglich ein Feldweg am Rande des Naturschutzgebiets zwischen Brühl und Muri Nord. Doch das soll sich bald ändern: Ein neues Wohnquartier soll in Muri gebaut werden und für dessen Erschliessung braucht es eine befestigte Strasse. Der Aufgabe gestellt hat sich unter anderem Evelyn Fischer im Rahmen ihrer Diplomarbeit zur Technikerin HF Bauplanung mit Vertiefung Tiefbau bei der IBZ, der Schweizer Schule für Technik und Management. Mit ihrer Lösung versucht sie auch auf alteingesessene Anwohner einzugehen und ein Naherholungsgebiet zu schaffen.

Der Auftrag klingt erst einmal banal: Eine neue Wohnsiedlung in der Aargauer Gemeinde Muri mittels einer Strasse erschliessen. Allerdings ist da ein Detail, das es zur grossen Herausforderung macht: Die Strasse führt durch Naturschutzgebiet. Die Auflagen sind strikt, es gilt Einiges zu beachten: Um Grundwasser, Tiere und Vegetation zu schützen, müssen unter anderem der Installationsplatz clever gewählt, die heiklen Grundwasserzonen umgangen und Schonzeiten beachtet werden.

Installationsplatz und doppeltes Rohr

Um Flora und Fauna zu schützen und das Grundwasser auf keinen Fall zu beeinträchtigen wählt Evelyn Fischer einen Platz neben dem Naturschutzgebiet als Installationsplatz, auch wenn er dadurch etwas abseits der Baustelle liegt. Sie setzt ausschliesslich auf sauberes Material bei der Verarbeitung und verwendet für die Beseitigung des anfallenden Strassenwassers ein doppelwandiges Rohr, welches speziell für solche Fälle entwickelt wurde. Dadurch dass die Abwasser der Strasse in einem Rohr im Rohr aus dem Naturschutzgebiet weg transportiert werden, kann sichergestellt werden, dass auch bei der Beschädigung eines Rohrs keine möglicherweise giftige Schlacke in die Natur gerät.

Anwohner entscheidend für Gelingen des Projekts

Dass die Anwohner für das Projekt eine wichtige Rolle spielen, hat Fischer schon früh erkannt. Daher hat sie deren Interessen in ihrer Planung berücksichtigt. Das äussert sich zum einen in dem kleinen Naherholungsgebiet, das sie auf einem Landstreifen zwischen Eisenbahn und Strasse eingeplant hat: Ein Spielplatz, der zum Verweilen einlädt und den Besuchern einige interessante Fakten über Muri vermittelt.

Viel fundiertes Praxiswissen

Für ihre Weiterbildung zur Technikerin HF Bauplanung mit Vertiefung Tiefbau hat sich Evelyn Fischer für ein Studium bei der IBZ entschieden. Dort kann sie das Gelernte direkt mit der Praxis in ihrem Alltag verknüpfen. Denn wer an der IBZ berufsbegleitend studiert, bleibt normalerweise zu hundert Prozent berufstätig. Somit kommen die neuen Fähigkeiten im Betrieb sofort zum Einsatz. Da in Lerngruppen oder bei Fallstudien Studierende aus unterschiedlichen Unternehmen und Branchen zusammenarbeiten, ergibt sich zudem ein anregender Austausch, und es entstehen wertvolle Netzwerke.

Attraktive Fachausbildungen für ausgezeichnete Karrierechancen

Die IBZ steht in ständigem Austausch mit kleineren sowie grösseren Unternehmen. So stellt sie sicher, dass sie ihre Studierenden den Bedürfnissen der Wirtschaft entsprechend ausbildet. Dazu tragen auch die Dozierenden bei, die alle in den relevanten Berufsfeldern tätig sind und aktuelle Themen in den Unterricht einbringen.

An acht Standorten bietet die IBZ verschiedene Lehrgänge der Höheren Fachschule (Techniker-/in HF), Vorbereitungslehrgänge zur Höheren Fachprüfung mit eidgenössischem Diplom oder zur Berufsprüfung mit eidgenössischen Fachausweis, sowie Lehrgänge mit IBZ Diplom an. Die Ausbildungen im technischen Bereich oder im Management machen aus guten Berufsleuten gefragte Fach- und Führungspersonen mit ausgezeichneten Karrierechancen.

Evelyn Fischer

 

Bauführung Tiefbau