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HOCHSTEHENDE DIPLOMARBEITEN

Erfindungen, Optimierungen, Verbesserungen: Wiederum sorgen die IBZ-Studierenden mit ihren Diplomarbeiten für wahre Innovationen in der Schweizer Wirtschaft. Rund 180 Diplomanden der Fachrichtungen Informatik, Betriebstechnik, Hoch- und Tiefbau, Elektrotechnik, Maschinenbau und Kunststofftechnik haben am 25. März in Bern und am 1. April 2017 in Aarau, Sargans und Zug ihre Entwicklungen einem grösseren Publikum präsentiert.

Die Diplomarbeitsausstellungen zogen auch in diesem Jahrgang eine grosse Schar von Besuchern an und die Arbeiten sorgten für Begeisterung. Dafür gab es auch guten Grund: Die Palette war so vielfältig wie die Schweizer Industrie selber. Zu bestaunen gab es beispielsweise Innovationen bei der Lenkgeometrie von Ritschkas und Velos oder bei Milchpumpen für die Dritte Welt, so dass die Herstellerin günstiger produzieren und am Markt bleiben kann. Die Besucher konnten sich auch von Diplomarbeiten faszinieren lassen, die eine Beschleunigung der Entladung von Schiffsfrachten beschrieben oder zur Förderung von Urzeit-Eis in der Antarktis beitragen. Letztere ist eine von dreien, die im Auftrag der Universität Bern und deren Klimaforscher, Professor Thomas Stocker, ausgeführt wurde. Normalerweise würde man mit einer Kernbohrung das Eis aus der Tiefe fördern. Um aber wesentlich schneller bis auf sieben Kilometer Tiefe vorzustossen, setzt man einen Bohrmeissel ein und fördert den „Eismatsch“ über Öl im Bohrloch an die Oberfläche. Der Diplomand kann dank eines genialen Einfalls 60 bis 70 Prozent des Öls vom geförderten Urzeit-Eisschnee effizient trennen. Dabei setzt er mit einem Rüttelsieb die Technik aus seinem Arbeitsumfeld im Kieswerk ein.

Maschinenbau-Fachgruppenleiter Melchior Lanz ist stolz auf diese Zusammenarbeit der IBZ mit der Uni Bern. Nicht selten zeige sich, wie er anführt, dass die IBZ die Arbeiten strenger bewerte als die Hochschulen. Mit anderen Worten: Die IBZ-Studenten müssten sich nicht verstecken und gelten auf dem Arbeitsmarkt als bestens qualifiziert.

Baulinien maximal ausschöpfen

Für die angehenden diplomierten Techniker und Technikerinnen HF Hoch- und Tiefbau konnte die IBZ die Brauerei Burgdorf gewinnen, die ihr Gasthaus-Objekt an der Kornhausgasse für eine Machbarkeitsstudie zur Verfügung stellte. Hervorgehoben werden darf die Arbeit von Michaela Oppliger, die als Technikerin HF Hochbau Planungen und Bauleitungen für die Firma Optiplan in Uetendorf ausführt. Als knifflig galt in dieser Projektstudie die Berücksichtigung der vielen Bedürfnisse, die alle, den örtlichen Umständen entsprechend, unter einem kleinen Dach Platz haben mussten. „Wir alle mussten die Baulinien maximal ausschöpfen“, sagt Michaela Oppliger. Eine Galerie, wo die Brauerzeugnisse getestet werden können, eine Gaststube mit Blick auf die Stahltanks, die Theke, die Versuchsbrauerei – alles liess sich unterbringen. Oppliger nutzte darüber hinaus den angrenzenden Park zur Erweiterung der Gastrozone – schuf quasi einen Biergarten.

Ebenso für Burgdorf entwickelten die Techniker HF Tiefbau Projektstudien für die von Bäumen überwucherte althistorische Schanzanlage an der Ecke Schmiedengasse-Grabenstrasse. Der heute schattige Platz sollte im Sommer bespielt werden und eine kleine Imbissecke bieten, die im Winter wieder demontiert werden muss. Ganz unterschiedliche Lösungen boten die IBZ-Studierenden.  Während die einen eine ausgestaltete Gartenanlage im Sommerlounge-Stil entwickelten, setzten andere auf höchste Individualität in der Nutzung. Aufgefallen ist auch die Arbeit von Diego Steffen, Techniker HF Tiefbau, in Zug. Die dicht gesetzten Rosskastanien würde er alle fällen und mit Spitzahorn besetzen. „Ich habe beobachtet, dass sich Kinder beim Spielen an den stacheligen Häuten nicht selten verletzen. Darum schlage ich vor, sie mit den spielerischen und propellerartigen Schoten des Ahorns zu ersetzen“, so Überlegung von Diego Steffen. Die Bäume sind so gepflanzt, dass Raum für Märkte und Events entsteht. Der Boden wird von einer Stein-Kofferung bedeckt aus rund geschliffenem Kies, was auch das in Burgdorf beliebte Bocca-Spiel möglich macht. Und schliesslich wird der Platz nachts durch LED-Leuchten illuminiert.

Betriebskosten senken

Eine gewinnbringende Arbeit lieferte auch der Techniker HF Betriebstechnik Alessandro Bleuel ab. Und zwar hatte er den Medikamenten-Verpackungsweg zu optimieren für seinen Arbeitgeber, den Pharmakonzern F. Hoffmann-La Roche in Kaiseraugst. Bis heute werden die flüssigen pharmazeutischen Halbfabrikate und Fertigprodukte, in Gläsern abgefüllt, in Kartonbehältern zum Versand bereitgestellt. Bleuel optimierte das Füllvolumen der Behälter und schlug vor, statt Karton einen Kunststoff zu verwenden. Dies, weil Karton wegen seiner Fasern nicht „staubfrei“ ist. Mit den Kunststoffbehältern wird Roche künftig an der Produktionskette selber abpacken können. Obschon der neue Behälter teurer ist, konnte Alessandro Bleuel nachweisen, dass Roche damit jährlich 76 000 Franken einsparen kann. Die Betriebskosten können so um 25 Prozent gesenkt werden.

Hervorzuheben ist ferner die Arbeit von Kunststofftechnikerin Laura Zwerenz, die bei der Samaplast AG im St. Gallischen Margarethen arbeitet – eine der wenigen Kunststofffirmen in der Schweiz, die höchst flexibel arbeitet, keine Grossproduktionen macht und deshalb auch nicht im Schichtbetrieb arbeitet. Ein wesentlicher Aufwand stellt die Bereitstellung des Werkzeuges dar. „Es gab im Betrieb bei der Rüstung der Kunststoff-Werkzeuge sehr lange Arbeitswege“, sagt Laura Zwerenz. In umfangreichen Interviews erstellte sie ein Diagramm des Ist-Zustandes, welches die komplexen Abläufe dokumentiert. Nun ging es darum, den Zurüstprozess der Kunststoffwerkzeuge zu vereinfachen und in einen Arbeitskreislauf zu bringen, wie man es von der Recycling-Industrie her kennt. Dank eines ausgeklügelten Systems mit Farben und Zurüstplätzen hat sie den Ablauf so vereinfacht, dass die Firma jährlich zwischen 130 000 und 190 000 Franken sparen kann. Fachdozent  Lars Rominger lobt die aussergewöhnliche Arbeit von Laura Zwerenz: „Sie hat es über ihre Diplomarbeit hinaus geschafft, die Mitarbeitenden der Firma für die Optimierung ihres Betriebes zu motivieren und zu gewinnen.“

Pedalantrieb neu entwickelt

Besondere Aufmerksamkeit und aussergewöhnlich viele Besucher in Zug erhielt der Techniker HF Maschinenbau Aleksandar Kramarevic, der dank der Entwicklung eines neuartigen Fahrrad-Antriebs gleich zwei Patente anmelden konnte. Er hat den Pedalantrieb, der bekanntermassen in einem Kreis abläuft, dank einer mechanischen Neuentwicklung in einen ovalartigen Antrieb umgewandelt. Dieser Antrieb entspricht dem ergonomischen Tretmuster des Menschen. Nun können die beiden Beinmuskeln nicht nur während 180 Grad eines Kreises volle Kraft entfalten, sein neuer Antrieb ermöglicht eine Kraftentfaltung bei 280 Grad eines ganzen Umkreises. Die Folge: Man wird weniger schnell ermüden; setzt sich das System durch, wird es die Welt der Velos revolutionieren. Nun gilt es, seine „Erfindung“ so zu verfeinern, dass sie serienmässig bei Velos, insbesondere beim Liegerad Bergwerk, eingebaut werden kann.

Für den Erfolg und das hohe Besucheraufkommen an den Standorten waren letztlich nicht nur die vielfältigen und innovativen Diplomarbeiten verantwortlich. Die Zuger Diplomanden beispielsweise nutzten das schöne Frühlingswetter und rüsteten mit einem Grillwurst-Stand vor ihrer Lernstätte auf. Somit kamen also Körper und Geist auf ihre Rechnung.

Kurzfilm und Bildergalerie Diplomarbeitsausstellungen

 

ELEKTROBERUFE - NEUES AUSBILDUNGSKONZEPT VSEI

Elektro-Fachleute mit Weiterbildungen zum Sicherheitsberater, Projektleiter oder Installateur mit eidg. Diplom sind gefragte Spezialisten. Beim Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen VSEI werden jährlich rund 1‘300 Berufsprüfungen und höhere Fachprüfungen abgelegt. Diese werden jedoch nur noch bis Ende 2021 nach altem Reglement 2003 abgenommen, denn der VSEI hat die Weiterbildungen der Höheren Berufsbildung den veränderten Bedürfnissen des Elektrogewerbes angepasst.

31.08.2017 - OPEN HOUSE INFOVERANSTALTUNG MIT AUSSTELLUNG IN ZÜRICH

Interessiert an einer Weiterbildung? Wir laden Sie herzlich zu unserer OPEN HOUSE Infoveranstaltung mit Ausstellung und Apéro nach Zürich-Altstetten ein!

LEHRABSCHLUSS! 13 INFORMATIKER EFZ

Wir sind sehr stolz, dass alle 13 IBZ Lernenden das Qualifikationsverfahren erfolgreich abgeschlossen haben!

INFORMATIK-LERNENDE - SPORTLAGER 2017

Wie letztes Jahr absolvierten die Lernenden des 1. und 2. Lehrjahrs das Sportlager im Tessin. Das vielseitige Sportangebot forderte den angehenden Informatikern einiges ab.

DIPLOMFEIER DER TECHNIKER-/INNEN HF

Im Leben gibt es so etwas wie Landmarken. Die Hochzeit oder die Geburt eines Kindes wäre eine solche. Der Empfang eines Diploms nach dreieinhalb Jahren Studiums an der IBZ auch. Die Aushändigung der Auszeichnung markiert den Abschluss einer harten Ausbildungszeit.